Tokyo Impressionen
Impressionen aus Tokyo
Hier sammle ich Impressionen aus Tokyo:
Tokyo Feeling
Tokyos Nachbarschaften ein Spiel zwischen Chaos und Ordnung sowie Planung und Improvisation
Dicht an dicht stehen die Einfamilienhäuser in der 38 Millionen Metropole
Bayern möchte keine Windräder, in Tokyo ist wohnen neben einem Freileitungsmast ganz normal.
Flagship Store oder Museum oder beides?
Ein Haus auf dem Haus, Akihabara, Tokyo.
Graffiti, selten in Tokyo - aber der Aussage möchte ich zustimmen!
Blick auf die Gleise des wohl besten Bahnnetzes weltweit.
Straßenbeleuchtung gegen Reklame. Solch eine Reklametafel, wie die mit dem Panda, verbraucht etwa 40.000 kWh. Das ist etwa so viel wie 30 Einfamilienhaushalte.
Rechts im Bild wohnt Japans Kaiser, links befindet sich das Bankenviertel von Tokyo.
Tokyo oder New York City? Marunouchi - Das Bankenviertel von Tokyo mit tausenden von Schreibtischen aber nur 67 Einwohner:innen, wovon wiederum nur fünf weiblich sind.
Does Germany also has four seasons? wurde ich hier nun schon mehrfach gefragt. Einige Japaner hingegen behaupten es gibt in Japan sogar fünf. Gern wird die Taifun Saison im Spätsommer als eine eigene Jahreszeit betrachtet.
The Aftermath of a Vernissage.
Community Laundry - Selbstbedienungs Waschsalons findet man hier noch in vielen Wohnstraßen. Sie bringen Anwohnende in Kontakt, beleben das Erdgeschoss und helfen durch weniger Privatbesitz das Klima zu schonen.
2000, 2010 oder 2022? Manchmal hat man in Tokyo das Gefühl die Zeit ist stehen geblieben.
Shibuya Crossing, die weltweit am höchsten frequentierte Kreuzung. Zu jeder Grünphase, alle 2 Minuten, überqueren etwa 50.000 Menschen die Kreuzung.
Gotokuji Temple
Die mit der rechten Pfote winkende Katze soll glück bringen. Am Gotokuji Temple wurde die Maneki Neko, the Lucky Cats angeblich erfunden.
Die wenigen Grünflächen in Tokyo sind am Wochenende hoch frequentiert. Tokyo verfügt über nur 7,5% öffentlich zugängliche Grünflächen. Im Vergleich, Berlin verfügt über 30%.
Shin-Ōkubo Station, Okubo-dori (Okubo street) - Die Straße ist gesäumt mit koreanischen Restaurants und Läden voller koreanischer Popkulturartikel.
Kabukichō, ein Stadtteil benannt nach einem Theater, dass nie gebaut wurde. Das Nachtleben ist jedoch gekommen und geblieben. Wegen der hohen Kriminalitätsrate in dem Viertel, die Yakuza treibt hier wohl gern ihr Unwesen, wird das Viertel nun komplett Videoüberwacht, was für einige Kontroverse gesorgt hat.
Izakaya - ins Deutsche übersetzt Sake-Geschäft zum Verweilen sind Japanische Bars. Der Verzehr von Snacks, welche häufig einer ganzen Mahlzeit gleichen, ist hier meist Pflicht.
Sensō-ji Tempel - Geschichte Express:630 fanden zwei Fischer eine 5 cm große Statue im Fluss. An gleicher Stelle errichtete ein Priester einige Jahre Später einen Tempel und verehrte die gefundene Statue. Durch Kriege, Erdbeben und Feuer wurde der Tempel mehre male zerstört aber immer wieder aufgebaut. Zuletzt 1958 unter Verwendung von Stahlbeton.
Ein Japanischer Garten in Herbstpracht
In Japan ist es im Sommer so heiß, dass ein Leben ohne Klimaanlage schwer ist. Im Winter sind Heizungen notwendig. Nur wenige Wohngebäude verfügen über Zentralheizungen oder Raum-Luft-Technikanlagen. In anderen Worten, alle bewohnten Räume sind mit einzelnen Klima-Splitgeräten ausgestattet, um die ungedämmten Innenräume zu kühlen oder zu heizen. Aktuell wird über ein Gesetzt diskutiert, welches es der Regierung ermöglichen soll die privaten Klimaanlagen aus der Ferne abzuschalten, um Netzüberlastungen zu vermeiden.
Die Baugesetzte sind hier deutlich weniger streng.
Ein klassischer Grünraum in Tokyo. Zwei Bäume und Schotter. Im Hintergrund das Sumida Hokusai Museum.
Museum of Contemporary Art Tokyo
Nutzungsmischung, Verkehrsarm, belebtes Erdgeschoss, Produktive Stadt, ...
Infrastrukturporno 1 - Infrastrukturjungel auf drei Ebenen schlängeln sich die Autostraßen durch die Stadt.
Infrastrukturporno 2 - Nein, das Rote ist kein Radweg. Städte für Menschen oder Städte für Autos?
Infrastrukturporno 3 - Doch zwischen dem ganzen Autowusel finden sich erstaunlich viele Radfaher:innen.
Infrastrukturporno 4 - An vielen Orten ist die Stadt ein Mekka für Fußgänger:innen. Leider wird sie immer wieder von monströsen Anlagen zum Transport von Waren und faulen Individuen zerschnitten.
Fußgänger:innenüberwege wie diese sind in Japan sehr verbreitet. Obwohl etwa 25% der Japaner:innen über 65 Jahre alt ist sieht man nur selten Personen im Rollstuhl oder mit Gehhilfe.
Infrastrukturporno 6 - von unten nach oben:Kanal, acht spurige Straße, Fußgängerüberweg, Maut-Express-Straße
Infrastrukturporno 7 - Ab und zu verirrt sich auch mal ein Baum im Stahlbetonjungel.
Universitätscampus Keio University
Universitätscampus Keio University
Universitätscampus Keio University
Universitätscampus Keio University - von Studierenden entworfene und gebaute Experimentierhäuser
Universitätscampus Keio University - Am SBC Dome (links) hat Shigeru Ban das erste Mal mit dem Einsatz von Papierröhren experimentiert. Hinten recht befindet sich ein weiteres von Studierenden entworfenes, gebautes und genutztes Gebäude
Universitätscampus Keio University - all die von Studierenden gebauten Gebäude werden nicht nur für die Lehre genutzt, sondern bieten auch Schlafplätze, um eine Alternative zum langen Heimweg zu bieten.
In Tokyo gilt in vielen Büros noch das ungeschriebene Gesetzt, das Mitarbeiter:innen erst nach Hause gehen dürfen, wenn der/die Chef:in das Büro verlassen hat. So sieht man bis in die späte Nacht hinein Geschäftsmänner auf dem Heimweg.
Im Hintergrund das für die Olympiade 2020 neu erbaute Stadion von Kengo Kuma. Im Vordergrund ein Friedhof. Dieser Friedhof wurde untertunnelt, um Raum für eine Straße zu schaffen.
Highway to Shoppingmall
Groß Venedig - Durch Tokyo fließen über 100 Flüsse und Kanäle. Allerdings sind nur die wenigsten sichtbar, denn die meisten sind überbaut.
Das Verkehrsexperiment Friedrichsstraße wurde beendet, weil eine Ladenbesitzerin einer Nebenstraße geklagt hat, dass es bei ihr nun mehr Verkehr gibt. not in my front yard. In Tokyo werden regelmäßig große Straßen stundenweise für den Autoverkehr gesperrt. Schnell verwandeln sich die zuvor lauten, gefährlichen und dreckigen Orte zu einem lebhaften und angenehmen Ort, der zum Verweilen einlädt. Und nun möchte nochmal jemand erzählen, dass dies dem Handel stört.
Vandalismus ist ein Fremdwort in Japan, so glänzen die antiquen Telefonzellen noch heute.
Vending Machines - Ich würde behaupten das man in keinem bewohnten Gebiet in Japan weiter als 200 Meter laufen kann, ohne einen Getränkeautomaten zu begegnen. In Japan gibt es ca. 4.000.000 dieser Automaten, dass macht ca. einen pro 30 Einwohner:innen. Viele verkaufen nicht nur Getränke, sondern auch allerlei andere Spezialitäten wie z.B. PopCorn hier.
Einige der Vending Machines sind so programmiert, dass sie im Katastrophenfall, auch ohne Stromversorgung funktionieren. Sie geben ihren Inhalt dann kostenlos ab. Diese Funktionen wurden von den Betreiber:innen eingeführt, um den Akzeptanz in der breiten Bevölkerung aufrecht zu erhalten, nachdem es Sorge um den hohen Energieverbrauch gab.
Ich will ein Fenster, ich will mein Fenster da, ich will kein Fenster